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Liebe Gemeinde,

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erinnern Sie sich an das Gefühl, als Sie zuletzt so richtig durstig waren und vielleicht eine Cola ausgetrunken haben, ohne ein einziges Mal abzusetzen? Vielleicht nach einer Wanderung, wie die Konfirmanden sie jüngst an einem sonnigen Oktobertag beim Pilgerwochenende hinter sich gebracht haben, mit 11 angekündigten Kilometern, aus denen im Verlauf des Tages unglaubliche und am Ende ermüdende 17 wurden…

Neulich, als ich unser gut gefülltes Getränkelager im Gemeindezentrum gesehen und die vielen angefangenen, aber nicht geleerten Flaschen nach einem Fest gezählt habe, bin ich ein wenig ins Sinnieren gekommen. So wenig ausgetrunken – so viel Symbolik… Ich wundere mich, und hin und wieder bekümmert es mich auch: Es ist so viel da in unserer Kirche, an Möglichkeiten, Gemeinschaft zu leben, einander zu Nächsten zu werden, so wie Jesus es vorgelebt hat. Es ist so viel da an Ideen, es gibt kreative Menschen und brauchbare Gebäude und eine großartige kirchenmusikalische Tradition, die uns Klänge zum Loben und Klagen verleiht. Und das Wichtigste: Wir haben eine verheißungsvolle Botschaft vom Leben im Angesicht Gottes.

Aber irgendwie scheint uns gelegentlich der Durst zu fehlen. Das äußert sich dann manchmal so: „Wir lassen es lieber sein. Es würde ja doch nicht funktionieren.“ Oder so: „Ist das nicht zu viel Arbeit? Und am Ende kommt keiner…“ Oder sogar so: „Ist das denn überhaupt erlaubt?“ Jedem und jeder von uns geht es von Zeit zu Zeit so. Gerade ehrenamtliches Engagement kennt beides: den Durst und die Unlust sich aufzuraffen, um an der Kirche mitzubauen.

Deshalb freue ich mich ganz besonders über die Jahreslosung für 2018 aus dem letzten Buch der Bibel (Offb.21,6): „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“, verspricht Gott selbst – und erinnert uns nicht nur daran, dass wir unser Leben wie seine Liebe geschenkt kriegen (umsonst!), sondern auch an den Durst, den wir mitbringen müssen, damit Leben gelingt… und zwar den Wissensdurst der Konfi3-Kinder ebenso wie den Durst nach Gerechtigkeit, der manche zum Engagement für Geflüchtete motiviert.

Mit dieser Gemeindebriefausgabe möchten wir Sie verlocken, zu entdecken, wonach Sie dürstet und nach Ihren ganz persönlichen Durstlöschern zu suchen. Vom Vortrag über den Humor als Element des Glaubens über die gute Weihnachtstradition an der Krippe, in der Krypta oder am Rhein, bis zum Kuchenaufruf für die Vesperkirche.

Lassen Sie sich einladen und bringen Sie sich gerne ein!

Herzlich, Ihre
Pfr.in Susanne Komorowski

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