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Und, wo stehst du?

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So fragt das Jugendmusical zum Reformationsjubiläum, von Eckhard Stadler gemeinsam mit Jugendlichen komponiert – am 8. Juli wird es während des Ök. Kirchentags zur Aufführung kommen. „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Vielzitiert, diese Lutherworte vom Reichstag in Worms, die 1521 die Wende brachten. Von der Institution zum Einzelnen. Vom Gehorsam zur Gewissensverantwortung.

Ich sagen lernen. Verantwortung übernehmen. Sagen, wo ich stehe und wofür ich (ein)stehe. Wenn ich doch auch öfters den Mund aufkriegen würde und „nicht anders“ könnte! Als mich einzusetzen für das, was ich wichtig und richtig finde. Ich stelle mir vor, wie dann auf einmal alle Blicke auf mich gerichtet sind, wie alle verstummen. Weil ich nicht anders könnte als einen in Schutz zu nehmen, der gerade Zielscheibe des Spotts geworden war im Small-Talk der Freundesrunde. Eine unangenehme Stille, eine, die wir dann aushalten müssten. Ich stelle mir vor, wie unbequem das alles ist – und wie alternativlos. Das, was mir wichtig ist, zu vertreten, nicht zuletzt aus meinem Glauben heraus. Ich sagen (statt „man müsste“ oder „wir sollten“) und Gründe nennen und Taten folgen lassen. Ob es Menschen auf der Flucht in Mannheim betrifft oder auch mal meine Kirche, die ich gegen Anfeindungen verteidige und die längst nicht immer so gut gefüllt ist wie sie es beim Bischofsbesuch im März und an Ostern war oder auf dem Bild eines Johannisfestes vor ein paar Jahren auf der Titelseite.
2017 an Luther erinnern heißt auch die Tradition der Gewissensverantwortung in Erinnerung rufen und bei mir selbst nachschauen, wo ich dieses Rückgrat des Glaubens lebe.
Natürlich soll auch 2017 das Wir der Gemeinde nicht zu kurz kommen: Lassen Sie sich einladen zu vielen bunten Gemeindeveranstaltungen vom Klangschalenkonzert am 5.5. über die musikalischen Akzente, die Niklas Sikner mit Beginn seiner Elternzeitvertretung für Kantorin Claudia Seitz als Kantor von Johannis setzt, die 2. Tischrede bis zum monatlichen Flohmarkt mit seinen Schätzen im Souterrain unseres Gemeindezentrums. Und natürlich zum Gemeindefest nach dem Johannistag, an dem vielleicht nicht „Alles Luther“ ist, aber doch so einiges uns in die Zeit der Reformation entführt.

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